Der Kampf geht weiter – my 5 Cents zum Internationalen Frauentag

Feminismus à la Union
Heute ist der 8. März – Internationaler Frauentag. Ein Tag, um Stellung zu beziehen. Ein Tag, an dem ich mich als Verbündeter verstehe – als jemand, der nicht schweigt, nicht zusieht, sondern mitgeht, mitkämpft, mitfordert.
Ich stehe auf der Seite aller, die für Gleichberechtigung kämpfen. Das bedeutet erst mal zuhören, dabei lernen und dann die Stimme erheben. Dieser Kampf ist nicht nur einer der Frauen, sondern betrifft uns alle. Er macht unsere Gesellschaft gerechter, freier, soldarischer und menschlicher.
Wir alle stehen auf den Schultern derer, die vor uns für Frauenrechte gekämpft haben. Derer, die brannten. Derer, die auf Demonstrationen marschierten, obwohl ihre Füße bluteten. Derer, die schrieben, obwohl man ihnen die Finger brach und auch derer, die ihre Stimme erhoben, obwohl die Welt sie zum Schweigen bringen wollte.
Aber wir sind noch lange nicht am Ziel.
Denn solange Frauen in Deutschland weiterhin für die gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer, obwohl es schlicht illegal ist, solange ihre Körper politische Verhandlungsmasse sind, solange Gewalt gegen Frauen systematisch verschwiegen wird, kann sich kein Mann, der auch nur einen Funken Empathie im Leib hat, zurücklehnen. Es reicht nicht, nicht Teil des Problems zu sein – wir müssen Teil der Lösung werden. Solidarisch, unnachgiebig, entschlossen und ungeteilt: Solidarität kennt keine Grenzen, keine Hautfarben, keine Identitäten, keine Geografie. Frauenrechte sind Menschenrechte. Nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger.
Von daher ist es und tut es natürlich gut, heute zu feiern – die bisherigen Errungenschaften (so unzulänglich sie oft auch sind), die Siege, die unerschütterliche Kraft, mit der Frauen überall auf der Welt für ihre Rechte eintreten. Aber morgen (na gut, spätestens Montag, okay?) müssen wir, um Heidi Reichinnek zu zitieren, zurück auf die Barrikaden. Worte müssen sich in Taten umsetzen, Empörung in Veränderung, Hoffnung in Realität.
Für die, die waren. Für die, die sind. Für die, die kommen.
Let’s shake that tree.